Krups EA 8000 im testKlein, kompakt und für einen Kaffee-Vollautomaten vergleichsweise günstig: Auf den ersten Blick wirkt die Krups EA 8000 wie ein attraktives Einsteiger-Modell, das auch noch einige sehr positive Kundenrezensionen mitbringt. Wir wollten genauer wissen, was das Basis-Modell von Krups kann und haben es einem gründlichen Produkttest unterzogen.

Verpackung und Lieferumfang
Die Maschine kommt komplett mit abnehmbarem Wassertank und Bohnenbehälter. Ein Wasserfilter gehört nicht zum Lieferumfang, kann aber, wie auch weiteres Sonderzubehör, zusätzlich erworben werden. Dem Paket liegt neben der Bedienungsanleitung noch ein kleines Starter-Set bei, bestehend aus einem Stäbchen zur Ermittlung des örtlichen Wasserhärtegrades, Reinigungs-Tabs und Entkalker.

Verarbeitung und Design
Zuerst fielen uns die sehr kompakten Abmessungen der Krups EA 8000 aus. Auf den zweiten Blick überzeugten die solide Verarbeitung und die formschöne Ausführung in schwarzem Kunststoff. Ein hübsches Detail stellt der transparente Bohnenbehälter dar; die dadurch sichtbaren Kaffeebohnen fanden wir durchaus dekorativ.

Ausstattung und Funktionen
Als kompaktes Einsteiger-Modell bietet der Krups EA 8000 lediglich die Grundfunktionen eines Kaffee-Vollautomaten: Er brüht aus ganzen Bohnen jeweils normalen und starken Kaffee und Espresso; bereits gemahlenen Kaffee kann er nicht verarbeiten. Dabei konnten wir zwischen drei verschiedenen Temperaturen wählen, den Mahlgrad auf drei Stufen einstellen und die gewünschte Menge Kaffee stufenlos im Bereich von 20 bis 220 Millilitern einstellen.

Außerdem gibt es eine Dampfdüse zum Aufschäumen von Milch, sodass wir auch einen Cappuccino herstellen konnten. Das funktionierte allerdings nicht über eine One-Touch-Funktion, sondern etwas umständlicher, indem wir zunächst Milch in der Tasse aufgeschäumt und anschließend einen Espresso zubereitet haben.

Etwas schade fanden wir, dass keine Heißwasserausgabe möglich ist, falls es anstelle von Kaffee doch lieber Tee sein soll.

Handhabung und Komfort
Für die erste Inbetriebnahme benötigten wir die gut nachvollziehbare Bedienungsanleitung; nicht zuletzt, um das unter der Tassenabstellfläche gut versteckte Display zur Einstellung der Grundfunktionen überhaupt zu finden. Die Grundeinstellungen selbst, also Härtegrad des Wassers, gewünschte Kaffeetemperatur und Zeit bis zur automatischen Abschaltung, konnten wir dann problemlos und schnell vornehmen.

Im weiteren Gebrauch haben wir die Maschine als sehr leicht zu bedienen empfunden: Die Symbole waren eindeutig, die Anzeigen unmissverständlich, die Anordnung übersichtlich. Ausgesprochen benutzerfreundlich fanden wir insbesondere die Kurzanleitung zur Reinigung, die sich auf der linken Seite verbirgt und so ein erneutes Hervorkramen der Bedienungsanleitung überflüssig macht.

Der Wassertank ließ sich ohne Abnehmen leicht und bequem befüllen, ebenso der Bohnenbehälter. Aufgefallen ist uns, dass die Anzeige „Wassertank auffüllen“ bereits erschien, wenn noch ein knapper halber Liter dort vorhanden war. So wird ein Auffüllen häufiger nötig, als es der eigentlich ausreichend große Behälter vermuten lässt.

Wir konnten problemlos auch etwas größere Kaffeebecher in die Maschine stellen, lediglich hohe Latte-Macchiato-Gläser dürften zu Problemen führen. Im Bereich der Dampfdüse war der Platz etwas knapper kalkuliert, was wir aber zumindest teilweise durch ein Entfernen des Abtropfbehälters wieder ausgleichen konnten.

Geschmack des Kaffees
Das Ergebnis fanden wir durchaus gelungen, allerdings mussten wir ein wenig mit Mahlgrad, Wassermenge und der Einstellung von normalem und starkem Kaffee experimentieren, um den optimalen Kaffee herzustellen. Sehr positiv ist uns aufgefallen, dass der Kaffee wirklich heiß aus der Maschine kommt.

Problematisch war insbesondere die Zubereitung einer großen Tasse starken Kaffees, da mit zunehmender Wassermenge der Kaffee zusehends dünner wurde. Die von der Bedienungsanleitung empfohlene Lösung, anstelle einer großen eher zwei kleine Portionen zuzubereiten, war zwar etwas umständlich, führte aber tatsächlich zu besseren Ergebnissen.

Die Qualität der Crema fanden wir überzeugend; auch der Milchschaum gelang gut.

Lautstärke
Der Geräuschpegel beim Mahlvorgang bewegte sich im Rahmen des Normalen und war für uns noch gut zu ertragen.

Reinigung und Pflege
LEDs weisen darauf hin, wann der Tresterbehälter zu leeren und der Wassertank aufzufüllen ist, ebenso auf eine nötige Reinigung und Entkalkung. Da der Wasserfilter nur als Sonderzubehör verfügbar ist, fehlt jedoch ein Signal für den notwendigen Wechsel des Wasserfilters.

Sowohl der Tresterbehälter als auch die Auffangschale unter der Abstellfläche für die Tasse mussten für unser Empfinden relativ häufig geleert werden, was sicherlich der kompakten Bauweise geschuldet ist. Nach der Herstellung von Milchschaum ist die Düse abzuziehen, zu zerlegen und mit einem kleinen Draht zu reinigen. All das ist leicht und mühelos möglich.

Die eigentliche Reinigung verläuft vollautomatisch, wir mussten lediglich zweimal auf die Service-Taste drücken und ein Reinigungs-Tab einlegen. Hinsichtlich des Reinigungs-Ergebnisses hatten wir keinerlei Grund zur Beanstandung.

Vorteile
+ sehr kompakte Bauweise
+ ansprechendes Design
+ günstiger Anschaffungspreis
+ gut verständliche Bedienungsanleitung
+ intuitiv zu bedienen
+ Kurzanleitung direkt am Gerät
+ auch für geräumige Kaffeebecher geeignet
+ heißer und wohlschmeckender Kaffee
+ wirksame vollautomatische Reinigung

Nachteile
– Wasserfilter nur als Sonderzubehör erhältlich
– keine Anzeige für den Wechsel des Wasserfilters
– keine Heißwasserausgabe
– vergleichsweise häufiges Auffüllen des Wasserbehälters
– vergleichsweise häufiges Entleeren von Tresterbehälter und Auffangschale
– Zubereitung von Cappuccino etwas umständlich
– bei größeren Mengen nicht mehr ausreichend starker Kaffee

Fazit
Als Einsteiger-Modell vermag der Krups EA 8000 durchaus zu überzeugen, denn die Grundfunktionen sind vorhanden und liefern gute Ergebnisse. Dabei ist das Gerät leicht zu bedienen und unkompliziert zu pflegen, auch wenn Nachfüll- und Entleerungsarbeiten vergleichsweise häufig anfallen. Wer bevorzugt guten Kaffee oder Espresso trinkt und keine weitergehenden Bedürfnisse hat, findet im Krups EA 8000 also einen ausgesprochen zuverlässigen und pflegeleichten Vollautomaten. Die Zubereitung von Cappuccino und Latte macchiato allerdings gestaltet sich etwas umständlich, sodass Benutzer, die die entsprechenden Kaffeegetränke häufiger zubereiten möchten, auf eine Maschine mit erweitertem Funktionsumfang ausweichen sollten. Das Fehlen des Wasserfilters und die nachlassende Stärke des Kaffees bei großen Mengen führen zum Punktabzug, sodass die Maschine von uns insgesamt vier von fünf Sternen erhält.


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